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Corona-Krise: Bundesverband der Honorarärzte fordert Politik auf, Honorarärzte kurzfristig als selbstständig anzuerkennen

Der Bundesverband der Honorarärzte hat die Politik aufgefordert, den rechtlichen Status von Honorarärzten angesichts der Corona-Krise rasch zu ändern und diese kurzfristig als selbstständig anzuerkennen.

„Der Einsatz von Honorarärzten eröffnet die grundsätzliche Möglichkeit, schnell und flexibel auf besondere Umstände – wie auch auf die aktuelle Pandemie – reagieren zu können. Kliniken, Kommunen und sonstige Einrichtungen können bei Belastungsspitzen oder in besonderen Situationen auf diesen mobilen und hochflexiblen Pool von Experten zugreifen“, teilte der Verband mit und weist daraufhin, dass ein Großteil der Honorarärzte aus den Fachbereichen Anästhesie und Innere Medizin stamme. „Sie sind mehrheitlich für die Intensiv- und Notfallmedizin qualifiziert und sehr erfahren. Das könnte sehr bald von großer Bedeutung sein. Dieses Potential müssen Kliniken jetzt rechtssicher nutzen können“, so der Verband.

Seit einer Entscheidung des Bundessozialgerichtes vom Sommer 2019 sind Ärzte, die als Honorarärzte in einem Krankenhaus arbeiten, nicht selbstständig, sondern unterliegen als Beschäftigte eines Krankenhauses der Sozial­versicherungspflicht. Im Bereich des Notarztwesens hat der Gesetzgeber vor einigen Jahren eine schnelle Gesetzesänderung durchgesetzt, da die notärztliche
Versorgung zusammenzubrechen drohte. Jetzt könnte eine ähnliche Situation im Bereich der  Krankenhäuser entstehen.

Mehr hierzu im Artikel des Ärzteblatts und in der Pressemitteilung des Verbands.